Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.Magazin lesen

Der Verein Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

Der Verein Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V. ist ein Zusammenschluss von Eltern, Sorgeberechtigten, Geschwistern und Freunden von Menschen mit Behinderungen. Sein Zweck ist die Errichtung und der Betrieb von Einrichtungen, die eine wirksame Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen bedeuten.

Damals wie heute – Lebenshilfe braucht Engagement

„Das waren damals schon alles Leute, besonders Eltern, mit „Power“, die Mitglieder in den Ortsvereinen waren, denn es war ja nichts da.“

Dieses Zitat der 2012 verstorbenen Marianne Ruf, die gemeinsam mit ihrem 1998 verstorbenen Mann Hans-Peter Ruf, dem ersten Vorsitzenden der Lebenshilfe Schwabach zu deren Gründern gehörte, beschreibt die Situation von Eltern und Angehörigen von Menschen mit Behinderungen im Gründungsjahr des Vereins 1963.

Aus der Selbsthilfeinitiative Betroffener hat sich im Lauf von mehr als 50 Jahren ein soziales Unternehmen entwickelt, das für jedes Lebensalter und für viele Lebensbereiche Angebote für Menschen mit Behinderungen – vor allem Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung – und deren Angehörige bereit stellt.

Immer noch spielt dabei der Selbsthilfegedanken eine große Rolle, aber im Zeichen der Inklusion wird die Lebenshilfe heute nicht nur von Eltern, Angehörigen, Ehrenamtlichen und Förderern, sondern von den ehemaligen „Sorgenkindern“, den Menschen mit Behinderungen selbst mitgestaltet.

Hilfen und Angebote für jedes Alter

Die Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V. ist in Schwabach, Roth und im nördlichen Landkreis Roth tätig. Mit ihrem Tochterunternehmen, der Lebenshilfe Schwabach-Roth Werkstätten gGmbH betreut sie mit rund 300 Mitarbeitenden in einer Vielzahl von Einrichtungen und Diensten Menschen mit geistiger Behinderung, mit Mehrfachbehinderung, mit Entwicklungsverzögerungen und Menschen, die von Behinderung bedroht sind. Von der Kindheit bis ins hohe Alter steht die Lebenshilfe an ihrer Seite. So beginnen die Hilfen mit der Frühförderung und reichen bis zu Angeboten für Seniorinnen und Senioren.

Eine starke Gemeinschaft

In der Bundesvereinigung Lebenshilfe sind als Mitgliedsorganisationen 512 Orts- und Kreisvereinigungen und 16 Landesverbände, die alle jeweils rechtlich eigenständig sind, zusammengeschlossen. Der Landesverband Bayern der Lebenshilfe hat seinen Sitz in Erlangen.
Weitere Mitglieder gemäß der Satzung sind 122 ordentliche und kooperative Mitgliedsorganisationen. Insgesamt sind rund 130.000 Menschen in den Mitgliedsvereinigungen der Bundesvereinigung Lebenshilfe organisiert.
In rund 4.100 Diensten und Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien arbeiten ca. 60.000 hauptamtliche und 15.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Organigramm der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

Organigramm

Der Vorstand der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

Nach § 8 der Vereinssatzung besteht der der Vorstand des Vereins aus dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden und sieben weiteren Vorstandsmitgliedern. Mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder müssen Elternteile, Geschwister oder Sorgeberechtigte von Menschen mit einer Behinderung sein oder gewesen sein.

Der/ die Vorsitzende oder sein/ ihr Stellvertreter sollen diesem Personenkreis angehören. Hauptberufliche Mitarbeiter des Vereins können nicht zu Vorstandsmitgliedern gewählt werden, die Amtszeit des Vorstandes beträgt vier Jahre.

In der Mitgliederversammlung am 06.06.2019 wurden im Rahmen der turnusgemäßen Vorstandswahlen als Vorstandsmitglieder gewählt:

Gerhardt Engelhardt, 1. Vorsitzender

Elke Rothenbucher, stellvertretende Vorsitzende

Birgit Häußler, Martina Putz, Werner Haake, Gerhard Kraft, Joachim Moßner, Dr. Michael Seyd, Jürgen Spahl

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle der Lebenshilfe, Sitz der Zentralen Verwaltung und des Geschäftsführers des Vereins befindet sich in der Ansbacher Straße 15 in Schwabach, im ersten Stock über der Seniorentagesstätte. Der Eingang erfolgt über eine Außentreppe direkt von der Ansbacher Str. aus, ein barrierefreier Zugang ist über den Aufzug der angrenzenden Wohnstätte „Marianne-Ruf-Haus“ möglich.
Die Zentrale Verwaltung deckt für alle Einrichtungen des Vereins und für die Werkstätten für Behinderte gGmbH folgende Aufgabenbereiche ab:

Sekretariat
Herr Karlheinz Philipp
(Empfang, Poststelle, Spendenbescheinigungen, Veranstaltungsorganisation)

Ansbacher Straße 15
91126 Schwabach

Tel.: 09122 181 – 0
Fax: 09122 181 – 150

Geschäftsführer
Herr Martin Keller

erreichbar über Sekretariat:
Tel.: 09122 181 – 0

Assistentin der Geschäftsführung
Frau Melanie Ebinger

Ihre Rufnummer: 09122 181 – 101

Personalverwaltung
Frau Renate Pöll
(Gehaltsabrechnung, Sozialversicherung, betriebliche Altersversorgung, Arbeitsvertragswesen)

Ihre Rufnummer: 09122 181 – 102

Abrechnung mit Kostenträgern
Frau Claudia Reuß
(Kostenerstattung durch Sozialhilfeträger, Zuschussanträge für Freizeitmaßnahmen, Gehaltsabrechnung für die beschäftigten Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten)

Ihre Rufnummer: 09122 181 – 103

Fuhrparkverwaltung, Mitgliederverwaltung, Einkauf
Frau Sonja Grämmer
(Fahrzeugeinsatzplanung, Organisation und Abrechnung von Beförderungen durch Fremdfirmen, Mitgliederverwaltung und zentraler Einkauf, Kreditorenbuchhaltung)

Ihre Rufnummer: 09122 181 – 104

Buchhaltung
Herr Klaus Galliwoda
(Rechnungswesen, Mahnwesen, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Anlagebuchhaltung)

Seine Rufnummer: 09122 181 – 105

IT & Controlling
Herr Hubert Sofka

Seine Rufnummer: 09122 181 – 100

Fernwartung TeamViewer

Satzung

1. Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen „Lebenshilfe für Behinderte Schwabach-Roth e. V.“
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Schwabach.
  3. Der Verein ist in das Vereinsregister eingetragen.
  4. Der Verein ist Mitglied der Bundesvereinigung und des Landesverbandes Bayern der Lebenshilfe für geistig Behinderte.

2. Zweck

  1. Der Verein ist ein Zusammenschluss von Eltern, Sorgeberechtigten, Geschwis­tern und Freunden von Menschen mit Behinderungen. Sein Zweck ist die Errich­tung und der Betrieb von Einrichtungen sowie die Förderung aller Maßnahmen und Einrichtungen, die eine wirk­same Lebenshilfe für von Behinderung bedrohte und Menschen mit Behinderungen – besonders geistigen Behinderungen – jeden Alters bedeuten.
    Dazu gehören z. B.:
    – interdisziplinäre Frühförderstellen
    – schulvorbereitende Einrichtungen und integrative Kindergärten
    – eine den besonderen Bedürfnissen geistig behinderter Kinder und Jugend­licher angepasste schulische Förderung in Schulen für Behin­derte und integra­tiven Schulformen.
    – Werkstätten für Behinderte
    – Wohnheime für Behinderte
    – Offene Behindertenarbeit
    – Betreuungsverein
    – Angebote für ältere Menschen mit Behinderungen
  2. Der Verein will sich mit allen geeigneten Mitteln um ein besseres Verständnis der Öffentlichkeit für die besonderen Belange der Menschen mit Behinderungen bemühen.
  3. Der Verein ist bestrebt, zur Erreichung seines Zweckes eng mit allen dafür in Frage kommenden öffentlichen und privaten, konfessionellen und wirtschaft­lichen Organi­sationen zusammenzuarbeiten.

3. Gemeinnützigkeit

Der Verein Lebenshilfe für Behinderte e. V. mit Sitz in Schwabach verfolgt aus­schließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Ab­schnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaft­liche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet wer­den. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

4. Mittel des Vereins

Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Verein durch:
Die Beiträge seiner Mitglieder,
Geld- und Sachspenden,
Öffentliche Zuschüsse,
Sonstige Zuwendungen.

5. Mitgliedschaft

Mitglieder können natürliche und juristische Personen sein.
Die Mitgliedschaft wird durch einen schriftlichen Aufnahmeantrag, über den der Vorstand entscheidet, erworben.
Die Mitgliedschaft wird beendet:
a) durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Der Austritt ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres zulässig und mindestens einen Monat vorher zu er­klären.
b) durch Ausschluss. Der Ausschluss erfolgt durch einen schriftlichen Bescheid des Vorstandes. Gegen diesen Bescheid ist binnen zwei Wochen nach seiner Be­kanntgabe schriftlicher Einspruch zulässig. Über den Einspruch entscheidet die ordentliche Mitgliederversammlung endgültig.
c) durch Tod.

6. Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

7. Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand nach Bedarf einberufen oder wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder die Einberufung unter Angabe des Grundes verlangt. Jedes Jahr findet wenigstens eine Mitgliederversammlung statt.
Die Einberufung erfolgt schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen.
Die Einberufung einer Mitgliederversammlung kann auch unter Wahrung der Frist mit Bekanntmachung der Tagesordnung über eine Veröffentlichung in der Mitgliederzeitschrift erfolgen.
Die Mitgliederversammlung beschließt insbesondere über:
a) Die Wahl des Vorstandes.

Der/die Vorsitzende und sein/ihre Stellvertreter/in sind jeweils in Einzelabstimmung zu wählen. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwe­senden Stimmberechtigten erhält. Bei einer notwendigen Stichwahl zählt die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen. Die übrigen Mitglieder kön­nen auch in Sam­melabstimmungen gewählt werden. Die Bewerber mit den höchsten Stimm­zahlen sind gewählt. Die Wahlen werden schriftlich durchgeführt. Wiederwahl ist möglich.
b) Die Entlastung des Vorstandes.
c) Satzungsänderungen.
d) Höhe der Mitgliedsbeiträge.
e) Wahl der Rechnungsprüfer.
f) Auflösung des Vereins.

Der Geschäftsführer erstattet der Mitgliederversammlung einen Bericht zur wirtschaftlichen Lage des Vereins.
Über die Mitgliederversammlungen sind Niederschriften zu führen, in welchen die Förmlichkeiten, der Gang der Verhandlungen und ferner die ge­fassten Be­schlüsse im Wortlaut aufzunehmen sind. Die Niederschrift ist von dem Leiter der Versamm­lung und dem jeweiligen Schriftführer zu unter­zeichnen.
Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschluss­fähig. Für einen Beschluss ist die einfache Mehrheit der abgegebenen Stim­men er­forderlich und genügend. Eine Änderung der Satzung darf nur erfol­gen, wenn sie in der Ta­gesordnung rechtzeitig angekündigt war; sie bedarf einer Mehr­heit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder. Bei Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von drei Vierteln der den Anwesenden zuste­henden Stim­men erforderlich. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

8. Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzen­den und sieben weiteren Vorstandsmitgliedern.
Mindestens die Hälfte der Vorstands­mitglieder müssen Elternteile, Geschwister oder Sorgeberechtigte von Menschen mit einer Behinderung sein oder gewesen sein.
Der/ die Vorsitzende oder sein/ ihr Stellvertreter sollen diesem Personenkreis ange­hören. Hauptberufliche Mitarbeiter des Vereins können nicht zu Vorstandsmit­gliedern ge­wählt werden.
Die Amtszeit des Vorstandes beträgt vier Jahre. Der Vorstand bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.
Der Verein wird im Sinne von § 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter dem/der Vorsitzenden oder dem/der stell­vertre­tenden Vorsitzenden vertreten.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Amtszeit aus oder ist ein Vor­standsmitglied dauernd oder längere Zeit verhindert, so hat der Vorstand das Recht der Selbstergänzung durch Berufung. Die Wahl bedarf der Bestäti­gung durch die nächste ordentliche oder außerordentliche Mitgliederver­sammlung.
Der Vorstand tagt bei Bedarf. Eine Vorstandssitzung muss vom Vorsitzenden un­ver­züglich einberufen werden, wenn die Hälfte der Vorstandsmitglieder dies wünscht. Die Vorstandssitzungen sind nicht öffentlich.
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen sind und min­destens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag ab­gelehnt.
Der Vorstand kann bei Bedarf zu den Vorstandssitzungen oder einzelnen Tages­ordnungspunkten die jeweiligen Einrichtungsleiter und sonstige Perso­nen einla­den. Der Geschäftsführer nimmt mit beratender Stimme an der Vor­standssitzung teil.
In Eilfällen kann auch eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren erfolgen.
Die Beschlüsse des Vorstandes sind zu protokollieren. Das Protokoll ist vom Vor­sitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen.
Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

9. Beirat und Ausschüsse

Der Vorstand kann zur fachlichen Beratung und Unterstützung einen Beirat sowie Aus­schüsse berufen.

10. Elternbeiräte

Ist der Verein Träger von Einrichtungen, so sollen dort Elternbeiräte gebildet wer­den, soweit sie nicht bereits gesetzlich vorgeschrieben sind. Elternbeirat sollte nur wer­den, wer Vereinsmitglied ist.

11. Geschäftsstelle

Zur Durchführung seiner Aufgaben richtet der Verein eine hauptamtlich geführte Geschäftsstelle ein.
Der Verein hat einen hauptamtlichen Geschäftsführer als besonderen Vertre­ter im Sinne von § 30 BGB, der vom Vorstand bestellt und abberufen wird.
Die Aufgaben des Geschäftsführers sind:

  • Einholung von behördlichen Genehmigungen aller Art
  • Einstellung und Entlassung des Personals
  • Wahrnehmung der Rechte und Pflichten des Arbeitgebers im – Sinne der geltenden arbeits- und sozialrechtlichen Vorschriften
  • Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs
  • Beantragung öffentlicher Gelder

Der hauptamtliche Geschäftsführer ist zur Vertretung des Vereins im Rahmen sei­ner in Satz 2 genannten Aufgaben berechtigt, bei Zahlungsvorgängen jedoch nur für Zah­lungsanweisungen bis zu einem Betrag von € 25.000 im Einzel­fall.
Darüber hinaus ist die Vertretung des Vereins nur gemein­schaftlich mit dem/der Vorsitzenden zulässig.

12. Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

13. Auflösung des Vereins

Bei Auflösung des Vereins bzw. nach Wegfall des satzungsmäßigen Zweckes fällt das verbleibende Vermögen an den Landesverband Bayern der Lebenshilfe für gei­stig Be­hinderte e.V., für den Fall der Auflösung des Landesverbandes an die Bun­desvereini­gung „Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V.“, welche es für mild­tätige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke der Abga­benordnung“ zu verwenden haben.
Schwabach, den 09. Juni 2010

gez. Gerhard Engelhardt
Vorsitzender

Das Leitbild der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

Das Leitbild der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V. in leichter Sprache

Das Leitbild der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

1. Verein und Werkstätten gGmbH

Wir, die Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V., sind ein von Eltern gegründeter gemeinnütziger Verein.

Wir sind ein Zusammenschluss von Eltern, Angehörigen und Unterstützern von Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind und Menschen mit Behinderungen, insbesondere Menschen mit geistigen Behinderungen.
Der ehrenamtliche Vorstand des Vereins setzt sich mehrheitlich aus Eltern und Angehörigen von Menschen mit Behinderungen zusammen.
Dieses Leitbild gilt auch für die Lebenshilfe Werkstätten gGmbH.

2. Menschenbild

Wir achten jeden Menschen in seiner Würde und seinem unantastbaren Lebensrecht. Seine Menschenwürde verwirklicht sich durch Teilhabe und Selbstbestimmung in der Gemeinschaft. Jeder Mensch ist einzigartig und unverwechselbar. Er verdient, dass wir ihm mit Respekt begegnen und ihn in seinen Möglichkeiten und Grenzen achten.
Wir definieren den Menschen nicht aufgrund seiner Behinderung, sondern sehen ihn als gleichwertig mit seiner einzigartigen Persönlichkeit. Wir haben den Anspruch, jedem Menschen offen und vorurteilsfrei zu begegnen.
Unser Handeln orientiert sich an dem, was er in seiner besonderen Lebenssituation braucht und nach dem, was er will.
Nach unserem Verständnis ist jeder Mensch fähig, seine Persönlichkeit zu entfalten und seine Lebensräume nach eigenen Möglichkeiten selbst zu gestalten.
Wir respektieren jeden Menschen in seinen Bedürfnissen und Beziehungen, seiner subjektiven Befindlichkeit und persönlichen Entwicklung.

3. Auftrag

Wir schaffen und unterhalten Einrichtungen und Dienste, die eine wirksame Hilfe für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen aller Altersstufen bedeuten.
Wir setzen uns dafür ein, dass der Grundsatz „Selbstverwirklichung in sozialer Integration“ in allen Lebensbereichen umgesetzt werden kann.
Dazu stellen wir in Schwabach, Roth und im Landkreis Roth vielseitige Angebote bereit. Diese umfassen ambulante, teilstationäre, vollstationäre Einrichtungen und mobile Dienste.
Wir fördern und begleiten Menschen mit Behinderungen auf der Grundlage aktueller pädagogischer und therapeutischer Erkenntnisse und Methoden.
Wir unterstützen sie bei der Durchsetzung ihrer individuellen rechtlichen Ansprüche.
Unsere Arbeit gestalten wir so, dass ihre jeweiligen individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt des Handelns stehen. Maßstab dafür sind die Zufriedenheit und das Wohl der betreuten Menschen.

4. Ziele

Unser Ziel ist es, das Streben von Menschen mit Behinderungen und deren Familien nach Selbstbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft zu begleiten und zu fördern.
Wir schaffen geeignete Rahmenbedingungen, damit sie ihr Leben so normal, so individuell und so selbst bestimmt wie möglich gestalten können.
Dazu stellen wir die notwendige fachkundige Unterstützung und Hilfe zur Verfügung.

Die von uns betreuten Menschen und deren Familien definieren ihre Lebensqualität und die Verwirklichung der Grundsätze selbst bestimmten Lebens für sich selbst.
Unser Ziel ist es, dass jeder Mensch mit Behinderung in diesem Sinne lernen, eine Arbeit finden, wohnen, sich weiterbilden und seine Freizeit selbst gestalten kann.
Wir bestärken, begleiten und fördern ihn dabei ganzheitlich.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Die Lebenshilfe engagiert sich für ein besseres Verständnis der Öffentlichkeit für die besonderen Belange von Menschen mit Behinderungen.
Für uns sind Menschen mit Behinderungen ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft.
Als Verein setzen wir uns in dem Gemeinwesen vor Ort, in dem wir tätig sind, in Gremien, Verbänden und Organisationen für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen ein.
Unsere hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden tragen durch ihre wertschätzende Grundhaltung und ihr berufliches Handeln, aber auch darüber hinaus zu einem positiven Bild von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit bei.

6. Partner und Kooperationen

Zur Erfüllung unserer Aufgaben und Ziele kooperieren wir mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, mit Ämtern und Behörden sowie fachlich relevanten Institutionen, Ausbildungsstätten und anderen Trägern und Verbänden.
Die Mitwirkung in vielfältigen – auch überregionalen – Gremien ist für uns wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
Als Träger von Diensten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen übernehmen wir eine gesellschaftliche Aufgabe. Dabei sind wir Partner der für die Finanzierung verantwortlichen örtlichen und überörtlichen Träger der Sozialhilfe sowie staatlicher Stellen. Von diesen fordern wir eine ausreichende und sachgerechte Finanzierung unserer Arbeit ein.

7. Mitarbeiter/innen

Menschen mit Behinderungen sind nicht nur in besonderer Weise auf Eltern und Angehörige angewiesen, sondern auch auf die Mitarbeitenden, denen sie alltäglich in unseren Einrichtungen und Diensten begegnen.
Mit unseren Mitarbeitenden steht und fällt die Qualität unserer Arbeit.
Dafür brauchen wir einen guten Informationsfluss und transparente innerbetriebliche Abläufe und Entscheidungen. Ein Arbeitsklima, das von Vertrauen, Kooperationsbereitschaft und gegenseitiger Achtung geprägt ist, ist uns wichtig. Unser Umgang miteinander ist von Wertschätzung und Respekt geprägt. Wir begegnen uns mit Achtung und Toleranz.
Wir legen großen Wert auf eine hohe Fachlichkeit unseres Personals. Darunter verstehen wir eine den Aufgaben entsprechende Ausbildung, die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten und Verantwortung zu tragen. Wir fördern und fordern eine berufliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Beschäftigten Mitarbeitenden, zum Beispiel durch die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsangeboten.
Auf allen Leitungsebenen legen wir Wert auf einen kooperativen und verantwortungsvollen Führungsstil. Führen heißt dabei, selbst Vorbild zu sein, Mitarbeiter anzuleiten, zu fordern und zu fördern, Aufgaben verständlich, mit eindeutiger Zielsetzung und klarer Kompetenzzuweisung zu delegieren. Dazu geben die Führungskräfte und die Mitarbeitenden sich gegenseitig eine konstruktive Rückmeldung und räumen sich auch gegenseitig das Recht ein, Fehler zu machen. So können unsere Beschäftigten Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln und Vorbild sein.
Ehrlichkeit, Offenheit und Diskretion sind die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Diese erfordert Regeln und Grenzen, die von allen eingefordert und eingehalten werden müssen.

8. Qualität

Wir überprüfen und entwickeln unsere Angebote stetig weiter, um die Qualität und die Wirtschaftlichkeit unserer Arbeit zu sichern.
Dabei orientieren wir uns an fachlichen Standards, gesetzlichen Normen und den eigenen Zielvorgaben aus Qualitätsmanagementsystemen. Entsprechende QM-Systeme wollen wir langfristig in allen Teilbereichen implementieren.
Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses fördern wir nicht nur die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden, sondern sind auch offen für deren Ideen und Anregungen zu möglichen Verbesserungen.
Wir nehmen Beschwerden und Vorschläge von Eltern und Angehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und von Menschen mit Behinderungen an und sehen darin eine Chance, die Qualität unserer Arbeit zu verbessern.
Durch gezielte Überprüfungen erhalten wir Aussagen über die erreichten Qualitätsstandards. Daraus entwickeln wir weiterführende Ziele und nehmen notwendige Veränderungen vor.

9. Umgang mit Ressourcen

Die Sicherstellung und Weiterentwicklung unserer Angebote ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir sehen uns dabei als sozialen Dienstleister, der mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verantwortungsvoll und effizient umgeht.
Daher achten wir darauf, dass wir sorgsam mit ökologischen Ressourcen und Verbrauchsmaterialien aller Art umgehen.

10. Zukunftsorientierung

Wir beobachten die Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse und die Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen um im Sinne unserer Arbeit für Menschen mit Behinderungen unsere Angebote zu erhalten, zu erweitern und wettbewerbsfähig zu gestalten.
Dabei setzen wir uns mit dem Konzept der Inklusion auseinander und begleiten aktiv den Prozess der Umsetzung.

Stand 19.05.2014